So erstellt ihr eine content-bezogene Wettbewerbsanalyse Schritt für Schritt

 

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht wer eure Mitbewerber sind und was sie auszeichnet? Nein? Dann solltet ihr das auf jeden Fall nachholen. Wenn ihr am Markt bestehen wollt oder euch (neu) positionieren wollt, ist es das A und O zu verstehen wie die Konkurrenz tickt. Wie ihr euch einen Überblick über Wettbewerber und deren Content machen könnt, findet ihr hier. Ich hab die content-bezogene Wettbewerbsanalyse Schritt für Schritt für euch aufbereitet.

1. Identifikation der Mitbewerber

Habt ihr bisher noch keine Mitbeweber identifiziert wird es höchste Zeit. Um herauszufinden wer eure größten oder besser gesagt wichtigsten Wettbewerber sind könnt ihr auf unterschiedliche Daten und Register wie beispielsweise Gelbe Seiten, FirmenABC oder Statistik Austria zurückgreifen. Zusätzlich könnt ihr eure Konkurrenten auch durch eine einfachen Google Suche oder mithilfe einer Keyword-Recherche ermitteln. Dabei sucht ihr nach Unternehmen die gleiche oder ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten bzw. für gleiche oder ähnliche Keywords ranken wie euer Unternehmen. Denkt auch daran, dass sowohl der Vergleich mit kleiner als auch mit größeren Unternehmen oder mit Organisationen die nicht im direkten Wettbewerb stehen wertvolle Informationen bringen kann.

2. Analyse und Vergleich des Contents (online und offline)

Hab ihr eure Mitbewerber ausgewählt, kann mit der Analyse begonnen werden. Ob ihr euch nur auf online Inhalte konzentriert oder auch in den offline Materialien eurer Konkurrenz schmökern wollt bleibt euch und eurem Untersuchungsziel überlassen. Ziel der Analyse ist es sowohl die Konkurrenz als auch die Zielgruppe besser kennen zu lernen und Lücken sowie Potentiale, die ihr zu eurem eigenen Vorteil nutzen könnt, zu identifizieren. Die Analyse des Contents wird wiederum in weitere Schritte unterteilt werden

  • Identifikation des Contents – Welche Inhalte gibt es?

Im ersten Schritt werden die verwendeten Content-Typen der Konkurrenz identifiziert. Dabei versucht ihr herauszufinden, wo welche Arten von Inhalten verwendet werden. Beispiele hierfür sind Blog-Beiträge, Whitepapters, eBooks, Video, Podcasts, Bilder, News, Case Studies, Newsletter, Social-Media Inhalte, und vieles mehr.

  • Content-Inventory

Nachdem ihr die ersten Informationen zu den Content-Arten eingeholt habt, nehmt ihr die Website des jeweiligen Mitbewerbers genauer unter die Lupe. Dabei legt ihr euer Augenmerkt vor allem auf die quantitativen Daten (Anzahl der Blog-Beiträge, Ebooks, Videos, etc. Häufigkeit der Veröffentlichung, usw.).

Das Ergebnis eurer Analyse ist eine Zusammenfassung aller Inhalte bestehend aus den Informationen sämtlicher Seiten, Bilder und anderer Dateien, aus denen sich die Website eurer Konkurrenz zusammensetzt (Links, Metadaten (Titel, Beschreibung, Keywords), H1-Texte, Wortzahlen, Bildern, Video- und/oder Audiodateien, PDFs, etc.).

  • Evaluierung der Content Qualität – Content Audit

Aufbauend auf das Content-Inventory führt ihr anschließend einen Content-Audit durch. Der Content-Audit befasst sich mit der Evaluierung des Contents. Dabei bewertet ihr die Stärken und Schwächen der bestehenden Inhalte eurer Mitbewerber wie beispielsweise Auffindbarkeit, Nützlichkeit und Relevanz, Klarheit, Genauigkeit und Vollständigkeit sowie Engagement, Tone of Voice und Style des Contents. Worauf genau der Fokus der Analyse gelegt wird, hängt wiederum vom Ziel eurer Analyse ab.

3. Analyse der SEO Struktur der Website

Wie effizient eure Inhalte sind hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Qualität spielt auch die Suchmaschinenoptimierung eurer Text eine wesentliche Rolle. Schließlich sollen eure Inhalte und Webseiten bei Google und Co. ja auch gefunden werden.

Um der Konkurrenz hierbei immer einen Schritt voraus zu sein, solltet ihr euch auch die SEO Struktur eurer Mittbewerber ansehen. Dabei solltet ihr darauf achten, welche Keywords eure Wettbewerber verwenden und für welche sie gut ranken. Zudem solltet ihr euch auch Kriterien wie Page Title, URL Architektur, Titel, H1 Tags, Alt-Texte, Internal links, Keyword Types, etc. zu Gemüte führen. Die Analyse kann euch nicht nur Erkenntnisse über eure Konkurrenz liefern, sie bietet euch in manchen Fällen auch Informationen wie ihr eure eigene Struktur verbessern könnt.

4. Analyse der Social Media Kanäle der Mitbewerber

Im Zuge der Wettbewerbsanalyse solltet ihr auch die Social Media Plattformen eurer Konkurrenz näher inspizieren. Dazu erstellt ihr einen einfachen Social Media Audit zu den jeweiligen Kanälen. Achtet darauf welche Kanäle die Wettbewerber verwenden, zu welchen Zwecken diese eingesetzt werden, welche Inhalte und Informationen darauf gestreut werden und welche Qualität und Relevanz die Inhalte haben. Auf Basis der Analyse könnt ihr zudem in vielen Fällen darauf schließen, ob Kanäle für eure Zielgruppe und den Markt sinnvoll sind oder nicht.

5. Identifikation von Verbesserungspotenzialen

Im Anschluss an die Analysen solltet ihr alle gewonnen Informationen und Daten entsprechend aufbereiten. Dabei solltet ihr den Fokus auch auf mögliche Verbesserungspotenziale des eigenen Unternehmens legen. Wo besteht Aufholbedarf? Wo gibt es Chancen die Konkurrenz zu überholen? usw. Danach geht es darum Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen.

Wie oft ihr eine Wettbewerbsanalyse durchführt ist euch überlassen. Empfohlen wird jedoch sie ihn regelmäßigen Abständen durchzuführen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben und die neuen Strategien der Mitbewerber so schnell wie möglich zu erkennen. Für die erste Analyse solltet ihr euch entsprechend viel Zeit nehmen, denn der Aufwand ist hierbei am höchsten. Alle folgenden Analysen können auf dieser aufgebaut werden und sind somit weniger zeitintensiv.

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